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  1. Die Besiedlungs-Geschichte des Siebengebirges und seiner Umgebung reicht vermutlich über 13-14 Tausend Jahre (Spätsteinzeit) zurück, wie der Grabfund von 1913 zeigt. Zwar gilt der Fund nicht als Beweis für eine Besiedlung, ist aber in meinen Augen eine sehr wahrscheinliche Schlussfolgerung.
    In diesem Grab wurden neben einem ca. 50 Jahre alten Manne und einer 20- bis 25-jährigen Frau mehreren Grabbeigaben gefunden, die eine genaue zeitliche Zuordnung erlauben.
    Für mich ist aber der Fund von Hundeknochen in diesem Grab von genau so großer Bedeutung. Gilt er doch (mit gebotener Vorsicht bei solchen Feststellungen) als ältester Nachweis eines Haushundes.

  2. Aus einer etwas Jüngeren Zeit - ca. 12 Tausend Jahre (Jungsteinzeit) - könnten die Hügelgräber im Ennert (im Norden vom Siebengebirge) stammen, was leider noch nicht durch Grabungen belegt wurde. Daher könnten sie genau so gut aus dem frühen Mittelalter stammen, da Hügelgräber bis in diese Zeit errichtet wurden.

  3. Bei den Hügelgräbern von Niederholtof (Nordosten vom Siebengebirge) gehen die Forscher von einer Entstehungszeit von 750 vor Christus aus (auch das muß erst durch Grabungen belegt werden).

  4. Bei Ausschachtungsarbeiten für die  Heisterbacher Talbahn in Niederdollendorf wurde ein Grabstein aus der zweiten Hälfte des 6. oder dem 7. Jh. (Merowingerzeit) gefunden. Er stammt von einem Friedhof,  der schon zahlreiche Grabfunde lieferte. Niederdollendorf gilt als älteste belegte Siedlung im Bereich des Siebengebirges.

Quelle: 2. und 3. kuladig